Sorgfaltspflicht gegenüber Kunden – Risikobewertung von Betrügern zur Verhinderung von Straftaten
Gemäß der Forschung von Das Journal für RechnungswesenBetrüger begehen Straftaten aus zwei Gründen: Not oder Gier. Darüber hinaus gibt es drei Schlüsselfaktoren, die Kriminelle zu betrügerischen Machenschaften verleiten: Motiv, Rechtfertigung und Gelegenheit. Hauptsächlich jedoch aufgrund fehlender finanzieller Mittel, mangelnder Möglichkeiten zur Entwicklung betrügerischer Systeme und der persönlichen Rechtfertigung ihrer Taten begehen Täter Straftaten.
Risikobewertung – Wie funktioniert sie?
Eine Betrugsrisikoanalyse zielt darauf ab, Schwachstellen in den Sicherheitssystemen von Unternehmen hinsichtlich internem und externem Betrug aufzudecken. Die Betrugsarten variieren jedoch von Unternehmen zu Unternehmen. Interner Betrug umfasst die Veruntreuung von Vermögenswerten und Unterschlagung, während externer Betrug Datenlecks und Kontoübernahmen beinhaltet.
Cyberkriminelle nutzen häufig Sicherheitslücken in den internen Kontrollsystemen von Unternehmen aus, um Betrug zu begehen. Um diese Lücken zu identifizieren und das mit den Kunden verbundene Risiko zu bestimmen, ist ein System zur Betrugsrisikobewertung für Unternehmen unerlässlich.
A Risikobewertungssystem Die Vorgehensweise ist branchenspezifisch und auf die jeweiligen Geschäftsabläufe zugeschnitten. Unternehmensleitungen und die für die einzelnen Abteilungen zuständigen Manager müssen Risikobewertungen durchführen, indem sie die Betrugsanfälligkeit des Unternehmens analysieren. Da sich das interne und externe Geschäftsumfeld unweigerlich verändert, sollte die Risikobewertung regelmäßig erfolgen, um Risiken bestmöglich zu identifizieren und zu minimieren. Das Betrugsrisikomanagement kann auf vielfältige Weise umgesetzt werden: beispielsweise als Matrix, als Beschreibung oder in einer anderen Form, die für das Unternehmen am verständlichsten ist.
Die Betrugsrisikobewertung sollte vier Schlüsselbereiche umfassen:
Vermögensveruntreuung
Vor allem Warenbestände, Bargeld und Betriebsvermögen sind von Veruntreuung bedroht und müssen auf Unterschlagung und andere betrügerische Aktivitäten untersucht werden. Vermögensveruntreuung ist mehr als Diebstahl; auch Mitarbeiter, die Firmenequipment wie Computer für private Zwecke nutzen, begehen Veruntreuung.
Finanzielle und nichtfinanzielle Berichterstattung
Die Diskrepanz zwischen nichtfinanziellen und finanziellen Informationen kann zu internem Betrug führen. Dieser wird häufig vom Management begangen, indem interne Kontrollmechanismen außer Kraft gesetzt und Finanzberichte manipuliert werden, beispielsweise durch Überbewertung von Umsätzen, Vermögenswerten und Gewinnen. Risikobewertungssysteme können jedoch – je nach Branche – sowohl finanzielle als auch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren überwachen, wie beispielsweise die Anzahl der Kundenkonten, die Anzahl der Filialen und Kontoauszüge.
Illegale Handlungen
Betrug ist grundsätzlich eine Straftat, und Analysen und Prüfungen müssen verlässliche Informationen über Indikatoren und Merkmale von Betrugsfällen, Techniken zur Durchführung betrügerischer Machenschaften sowie Arten von Betrug im Zusammenhang mit den Geschäftsabläufen erfassen. Daher sind Systeme zur Betrugsrisikobewertung von entscheidender Bedeutung, da sie Unternehmen bei der Prüfung und Bewertung von Risiken unterstützen, während Compliance-Beauftragte die Sicherheit bei der Bekämpfung und Aufdeckung von Betrugsfällen gewährleisten können.

Risikobewertung für Kunden
Die Risikobewertung ermöglicht es Unternehmen, Kunden mit potenziellen Risiken zu identifizieren, die dem Unternehmen schaden können. Eine Risikobewertungskarte ist aus zwei Gründen unerlässlich: Sie dient als Formular zur Erfassung aller Kundendaten, die im Rahmen der Risikoanalyse erhoben wurden, und als Modell, das diese Daten verarbeitet und in einen Risikowert umrechnet.
Die Risikobewertungsmethoden variieren von Unternehmen zu Unternehmen, da jedes Unternehmen eine andere Kundschaft hat. Ebenso unterscheiden sich die jeweiligen Risiken und die Anforderungen der zuständigen Aufsichtsbehörden. Um effektiv zu sein, müssen Risikobewertungsverfahren all diese Aspekte berücksichtigen. Neben den üblichen KYC-Informationen sollten Risikobewertungsmethoden auch die Herkunft der Gelder, die Art der Geschäftsbeziehungen und den PEP-Status umfassen. Darüber hinaus spielt die Transaktionsüberwachung einer festgelegten Anzahl monatlicher Transaktionen eine wichtige Rolle bei der Risikobewertung.
- Kunden mit geringem Risiko: Die Standard-Due-Diligence (SDD) wird im Allgemeinen dann angewendet, wenn bei den Kunden potenzielle Risiken bestehen, die nicht identifiziert oder realisiert werden konnten.
- Kunden mit mittlerem Risiko: Kundenprüfung (CDD)Die Kundenprüfung (CDD) ist für Unternehmen verpflichtend, um verdächtige Transaktionen ihrer Kunden zu identifizieren. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil der Geldwäschebekämpfungsvorschriften. Finanzinstitute und Banken setzen die CDD in der Regel zur Kundenprüfung ein, um Finanzkriminalität vorzubeugen. Kunden, die sich an Hacking, Datendiebstählen und anderen schweren Straftaten beteiligen, werden als Hochrisikokunden eingestuft.
- Hochrisikokunden: In jedem Unternehmen gibt es Hochrisikokunden. Ein risikobasierter Ansatz für CDD wird das höhere Risiko identifizieren der Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung. Daher ist eine erhöhte Sorgfaltspflicht erforderlich, um solche Organisationen zu identifizieren, bevor solche Aktivitäten stattfinden. EDD ist entscheidend da es die Kunden anhand der PEP-Liste und anderer Sanktionslisten überprüfen kann, um einen besseren Einblick zu erhalten.
Risikobewertungsfaktoren
Geografisches Risiko – Staatsangehörigkeit
Unternehmen, die in Hochrisikoländern tätig sind, müssen ihre Kunden gründlich überprüfen. Dazu müssen erweiterte Sorgfaltsprüfungsverfahren implementiert werden, um ein klares Bild des Kunden zu erhalten. Dies hilft Unternehmen bei der Erstellung von Risikoprofilen.
Quelle des Reichtums
Das mit Vermögen verbundene Risiko kann für Unternehmen nachteilig sein. Unternehmen, die Geschäftsbeziehungen zu Kunden eingehen, die in Geldwäsche verwickelt sind oder direkt mit illegalen Aktivitäten in Verbindung stehen, können dadurch Schaden erleiden. Daher ist die Überprüfung der Einkommensquellen unerlässlich für die Erstellung von Risikoprofilen.
Risiko auf der Beobachtungsliste
Das potenzielle Risiko durch Kunden, die auf globalen Watchlists, Sanktionslisten, PEP-Listen und Datenbanken für Finanzkriminalität geführt werden, ist ein Warnsignal für Unternehmen. Die Aufnahme neuer Kunden oder der Aufbau jeglicher Geschäftsbeziehung kann für das Unternehmen existenzbedrohend sein. Daher ist die Überprüfung von Kunden zur Risikoidentifizierung für Unternehmen unerlässlich.
Rechtsstruktur & Eigentumsrisiko
Das mit der Rechtsform eines Kunden verbundene Risiko hängt davon ab, ob es sich um ein privates oder börsennotiertes Unternehmen handelt. Das Risikomanagementsystem ermittelt zunächst die Rechtsform des Kunden und wertet die im Rahmen des Onboarding-Prozesses erfassten Informationen aus. Auf Basis dieser Daten können Unternehmen ihre Risikoprofile festlegen.
Kostenlose E-Mail-Domains
Zweifellos erhöhen kostenlose E-Mail-Adressen das Risiko von Betrug und Abzocke. Werden solche gefälschten Domains für E-Mails an Privatpersonen oder Unternehmen verwendet, können Betrüger durch Phishing-Angriffe Zugriff auf Informationen oder Systeme erlangen.
Kontinuierliche Überwachung für bessere Risikoeinblicke
Hochrisikopersonen wie politisch exponierte Personen (PEP) und Geldwäscher stellen Unternehmen in mehrfacher Hinsicht vor eine potenzielle Bedrohung. Unternehmen ermitteln das Risikoniveau ihrer Kunden im Rahmen des Onboarding-Prozesses. Hochrisikokunden müssen aufgrund des Risikos schwerwiegender Straftaten und der Verpflichtungen zur Bekämpfung der Geldwäsche regelmäßig gründlich überprüft werden. Die kontinuierliche Überwachung ist ein wesentlicher Bestandteil der Geldwäschebekämpfungsmaßnahmen, die bei Hochrisikokunden angewendet werden.
Für eine präzise Risikobewertung ist es unerlässlich, über aktuelle Kundeninformationen zu verfügen. Unternehmen können auf verschiedene Datenquellen wie PEP-Listen, globale Watchlists und Datenbanken zu Finanzkriminalität zugreifen, um ihre Kunden zu überprüfen und Risikoprofile zu erstellen. Darüber hinaus können Unternehmen verständliche und internationalen Datenstandards entsprechende Kundenrisikoberichte erstellen. Außerdem können sie CDD- und EDD-Prozesse implementieren, die diese Anforderungen erfüllen. AML-Konformität Verpflichtungen sowie den Schutz von Unternehmen vor finanziellen Verlusten.
Was Shufti bietet
Shufti bietet Identitäts Verifikation und Anti-Geldwäsche Lösungen, die Unternehmen die Einhaltung globaler Finanzvorschriften und Datenschutzgesetze ermöglichen. Sie verifizieren die Identität der Kunden durch Analyse der Ausweisdokumente und führen eine Echtzeit-Gesichtserkennung durch, wodurch Betrugsversuche minimiert werden. Die Identitätsprüfung ist in 98.67 % der Fälle korrekt und dauert weniger als eine Sekunde.
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