Die AMLA hält ihre erste Konferenz ab, während die EU ihren Kampf gegen Finanzkriminalität zentralisiert.
Die neue EU-Geldwäschebehörde (AMLA) hielt ihre Sitzung ab erste Konferenz in Frankfurt am 9. Juni, während der Block seine Maßnahmen zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung harmonisieren und zentralisieren will.
Unter dem Titel „Vertrauen schaffen, Integrität stärken: Ein neues Kapitel im Kampf der EU gegen Finanzkriminalität“ brachte die Veranstaltung in der Alten Oper hochrangige Vertreter der europäischen Aufsichts-, Regulierungs- und Finanznachrichtendienste sowie Repräsentanten der Privatwirtschaft zusammen. Die AMLA erklärte, die Agenda werde sich auf die Themen konzentrieren, die den Kampf gegen die ihrer Ansicht nach „sich rasant entwickelnde Finanzkriminalität“ prägen, darunter die Bekämpfung organisierter Kriminalität, die praktische Aufsicht und Zusammenarbeit sowie technologische Risiken und Chancen.
Das Programm umfasste Eröffnungsworte der AMLA-Vorsitzenden Bruna Szego sowie Hauptvorträge der EU-Kommissarin Maria Luís Albuquerque und von Mitgliedern des Europäischen Parlaments. Weitere Redner kamen von der FIU Deutschland, Europol, der Europäischen Staatsanwaltschaft, Chainalysis und der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich.
Die Konferenz markiert einen frühen Meilenstein für eine Agentur, die eine zentrale Rolle im EU-Rahmenwerk zur Bekämpfung von Finanzkriminalität einnehmen soll. Die in Frankfurt ansässige AMLA nahm im Juli 2025 ihre Tätigkeit auf und wird ab 2028 … direkt betreuen rund 40 der größten, risikoreichsten grenzüberschreitenden Finanzgruppen, mit der Befugnis, Geldbußen von bis zu 10 % des Jahresumsatzes oder 10 Millionen Euro zu verhängen.
Sie bildet den Anker eines umfassenderen Pakets, zu dem die Geldwäscheverordnung, das neue, unmittelbar geltende „einheitliche Regelwerk“ der EU, und die Sechste GeldwäscherichtlinieDiese Maßnahmen sollen das bisherige, fragmentierte und länderspezifische Modell ersetzen. In den letzten Wochen hat die AMLA zudem eine öffentliche Konsultation darüber eingeleitet, wie Unternehmen ihre Geschäftsbeziehungen und Transaktionen fortlaufend überwachen sollen – ein erstes Anzeichen für die detaillierten Vorgaben, die in Zukunft folgen werden.
Für Banken, Fintechs, Krypto-Unternehmen und andere Verpflichtete ist die Richtung klar: einheitlichere Regeln, datengestützte Aufsicht und höhere Anforderungen an die Nachweisbarkeit risikobasierter Entscheidungen. Um diese zu erfüllen, sind Geldwäschebekämpfungsprogramme erforderlich, die eine sorgfältige Kundenprüfung mit kontinuierlicher Überprüfung und Überwachung verbinden und den Anforderungen einer einzigen EU-Aufsichtsbehörde standhalten.
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