„Unternehmen müssen sich auf iranische Cyberangriffe vorbereiten“ – warnt das US-Heimatschutzministerium
Die Nachricht von der Ermordung des iranischen Militärkommandanten Qaem Soleimani beherrscht derzeit die Medien. Der Vorfall hat die Spannungen mit dem Iran verschärft. Infolge der anhaltenden Ereignisse warnte das US-Heimatschutzministerium Unternehmen vor möglichen Auswirkungen und Bedrohungen durch Cyberangriffe.
Das Ministerium für Innere Sicherheit warnt Unternehmen davor, die Auswirkungen möglicher Cyberangriffe zu berücksichtigen und zu bewerten. Dies ist die erste offizielle Empfehlung der Cybersicherheitsbehörde CISA (Cybersecurity and Infrastructure Security Agency) nach der Tötung Soleimanis. Zuvor hatte die US-Regierung ihn beschuldigt, US-Personal im Nahen Osten gezielt getötet zu haben.
Soleimani wurde am Freitag bei einem von US-Präsident Donald Trump autorisierten Drohnenangriff getötet. Abu Mahdi al-Muhandis, ein Stellvertreter eines iranisch unterstützten Milizenbündnisses im benachbarten Irak, kam bei demselben Angriff ums Leben.
Die jüngsten Erkenntnisse, die CISA am 6. Januar veröffentlichte, berichteten
„Die zunehmenden geopolitischen Spannungen könnten zu Cyber- und physischen Angriffen gegen das Heimatland sowie zu zerstörerischen hybriden Angriffen durch Stellvertreter gegen US-Ziele und -Interessen im Ausland führen.“
Darüber hinaus erklärte die CISA, dass der Iran einige Angriffe starten könnte. destruktive und störende Cyberoperationen gegen Telefon- und Energieunternehmen. Die Behörde warnte die Unternehmen außerdem davor, dass ihre Verbündeten „Cyberspionage“ betreiben könnten, um die außenpolitischen Entscheidungen der USA besser zu verstehen.
Diese Warnungen wurden kurz nach der Benachrichtigung durch Sicherheitsexperten aus der Privatwirtschaft über mögliche Vergeltungsangriffe infolge von Drohnenangriffen ausgesprochen. John Hultquist, Leiter der Abteilung für Geheimdienstanalyse beim Cybersicherheitsunternehmen FireEye, sagte:
„Wir werden wahrscheinlich einen Anstieg der Spionage beobachten, die sich vor allem auf Regierungssysteme konzentriert, da iranische Akteure versuchen, Informationen zu sammeln und das dynamische geopolitische Umfeld besser zu verstehen. Wir rechnen außerdem mit störenden und zerstörerischen Cyberangriffen auf den privaten Bereich.“
Cyberangriffe sind nicht die einzige Bedrohung, CISA warnte auch vor kinetischen Angriffen, einschließlich Bombenanschlägen.
Der Iran ist ein starkes Land mit den weltweit mächtigsten Gegnern im Cyberspace. Kritiker bemängeln, dass die Regierung vor der Planung des Angriffs die Konsequenzen nicht bedacht habe. Senator Ron Wyden, ein hochrangiges Mitglied des Geheimdienstausschusses des Senats, sagte:
„Die Tötungen waren eine rücksichtslose Eskalation, die uns noch tiefer in einen verheerenden Krieg führen wird.“
