FATF streicht Malta von der grauen Liste der nicht vertrauenswürdigen Finanzjurisdiktionen
Nach einem Jahr auf der grauen Liste der FATF hat der globale Aktionsausschuss Malta von der Liste der nicht vertrauenswürdigen Finanzstandorte gestrichen.
Die Financial Action Task Force (FATF) hat Malta am Mittwoch von der grauen Liste gestrichen. Die FATF-Abstimmung ist vertraulich, und das Ergebnis wird erst nach Abschluss der Plenarsitzung am Freitagnachmittag veröffentlicht. Laut FATF… Zeiten Das maltesische Finanzregime erhielt in einer hochrangigen Plenarabstimmung in Berlin grünes Licht.
Als ein Land auf die graue Liste gesetzt wurde, nahm es internationale Gutachter und Organisationen genauer unter die Lupe. Malta wurde vier Monate, nachdem die FATF öffentlich erklärt hatte, dass erste Indikatoren darauf hindeuteten, dass Malta die notwendigen Reformen weitgehend abgeschlossen und die festgestellten Mängel behoben habe, von der Liste gestrichen.
Malta wurde aufgefordert, zahlreiche Reformen in Bezug auf die Bekämpfung von Steuerhinterziehung, die Erfassung von Informationen über wirtschaftlich Berechtigte und den Datenaustausch mit in- und ausländischen Behörden vorzunehmen.
Diese Mängel bildeten den Kern des FATF-Aktionsplans, den Malta umsetzen musste, bevor die globale Anti-Geldwäsche-Organisation dem Land eine positive Bewertung erteilte. An der Abstimmung waren 37 Jurisdiktionen und zwei regionale Organisationen beteiligt: die Europäische Kommission und die Golfkooperation, die als verifizierte Mitglieder der Financial Action Task Force gelten.
Die Abstimmung erfolgte über die im Entwurf enthaltene Resolution.
Malta wurde im Juni 2021 aufgrund mangelnder Maßnahmen gegen Finanzkriminalität im Land auf die graue Liste der globalen Anti-Geldwäsche-Programme gesetzt. Premierminister Robert Abela bezeichnete die Entscheidung damals als „ungerecht“ und versprach, die Reformen zur Bekämpfung von Finanzkriminalität zu verbessern.
Die Entscheidung zur Aufnahme in die graue Liste fiel in eine Zeit internationaler Kritik an der maltesischen Politik. Sie war auch eine Reaktion auf den Verkauf der maltesischen Staatsbürgerschaft an hochrangige Regierungsbeamte, die der Korruption verdächtigt werden.
Mit anderen Worten: Die FATF rät der internationalen Gemeinschaft, Geschäfte mit Ländern auf der schwarzen Liste zu vermeiden oder diese nur unter strengen Auflagen zu tätigen. Derzeit stehen nur Nordkorea und Iran auf der schwarzen Liste der internationalen Kontrollorganisation.
Laut der zweiten öffentlichen Veröffentlichung der FATF wird der Prozess der „Verbesserung der globalen Einhaltung der Anti-Geldwäsche-Vorschriften: Laufender Prozess“ inoffiziell als „Greylist“ bezeichnet.
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