FINRA veröffentlicht Richtlinien zu Strafen für Verstöße gegen die Geldwäschebestimmungen
FINRA hat erstmals eine Richtlinie für ihre Mitglieds-Broker-Dealer zu den Strafen herausgegeben, die bei Verstößen gegen die Geldwäschebekämpfungsvorschriften verhängt werden.
Die am Donnerstag herausgegebene Leitlinien von Finra Ziel ist es, die Überprüfung der Maßnahmen der Mitgliedsunternehmen zur Bekämpfung der Geldwäsche zu intensivieren.
Gemäß den neuen Richtlinien kann FINRA bei kleinen Unternehmen, die keine Überwachungsmaßnahmen zur Meldung verdächtiger Transaktionen eingeführt haben, eine Geldstrafe zwischen 10,000 und 310,000 US-Dollar verhängen.
Laut FINRA beginnen die Geldstrafen für den gleichen Verstoß, die auch gegen mittlere und große Unternehmen verhängt werden können, bei 50,000 US-Dollar und sind nach oben nicht begrenzt.
Die Einhaltung der Geldwäschebestimmungen gemäß dem Bankgeheimnisgesetz sei ein ständiger Schwerpunkt der Durchsetzungsbemühungen der Finra, sagte eine Sprecherin in einer E-Mail und bezog sich dabei auf die Maßnahmen der Aufsichtsbehörde gegen Interactive Brokers LLC. BNP Paribas SA und Morgan Stanley.
„Durch die Erstellung spezifischer AML-Richtlinien hat Finra für mehr Transparenz gesorgt und relevante Faktoren identifiziert, die erkennen lassen, wann AML-Verstöße schwerwiegender sind und höhere Geldstrafen nach sich ziehen sollten.“ fügte sie hinzu.
In den letzten Jahren hat Finra Interactive Brokers mit Geldstrafen belegt. 38 Mio. US$, BNP Paribas 15 Mio. US$ und Morgan Stanley 10 Mio. US$ wegen Fragen der Geldwäschebekämpfung.
Emily Gordy, Partnerin der Anwaltskanzlei McGuireWoods LLP und ehemalige Vollzugsbeamtin bei Finra, erklärte in einer E-Mail, dass zwar viele dieser Informationen durch eine Untersuchung von Fällen, an denen die Behörde im Laufe der Jahre gearbeitet hat, verfügbar waren, es aber wichtig sei, alles zusammenzutragen.
„Die Branche und die Anwender müssen nicht auf eine ‚Schatzsuche‘ gehen, um die relevanten Informationen zu finden.“ fügte sie hinzu.
Neben Geldstrafen kündigte FINRA an, Unternehmen bei bestimmten Verstößen auch zu suspendieren oder sogar auszuschließen. Sollte FINRA Mängel im Geldwäschebekämpfungsprogramm eines Unternehmens feststellen, empfiehlt die Behörde Geldstrafen zwischen 10,000 und 100,000 US-Dollar für kleine und zwischen 20,000 und 310,000 US-Dollar für mittlere und große Unternehmen.
Zu den Faktoren, die bei der Verhängung einer Geldbuße berücksichtigt werden, gehören Art, Größe und Risikoprofil des Kundenstamms des Unternehmens.
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