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Die globale Geldwäscheaufsichtsbehörde FATF setzt die VAE auf die graue Liste

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Die in Paris ansässige Financial Action Task Force setzte die VAE wegen „strategischer Defizite“ bei der Bekämpfung der Geldwäsche auf die graue Liste.

Die internationale Finanzaufsichtsbehörde hat die Vereinigten Arabischen Emirate aufgrund zunehmender Bedenken hinsichtlich der unzureichenden Maßnahmen der globalen Handelszone zur Bekämpfung von Finanzkriminalität im Land auf die sogenannte „graue Liste“ gesetzt.

Die Entscheidung wurde von der FATF am späten Freitagabend getroffen, und die VAE stehen nun zusammen mit 23 anderen Ländern, darunter die nahöstlichen Staaten Syrien, Jordanien und Jemen, auf der grauen Liste.

Die Entscheidung dürfte das sorgsam gepflegte unternehmensfreundliche Image der VAE beschädigen, obwohl es dort eine Vielzahl von Wirtschaftsfreizonen und Immobilienprojekten gibt.

Die Aufnahme in die graue Liste wird auch dem Image des Landes schaden, da Ratingagenturen und andere Finanzinstitute die Kreditzinsen beeinflussen. Die FATF lobte zwar die „bedeutenden Fortschritte“ der VAE, betonte aber, dass weitere Maßnahmen erforderlich seien. Die VAE haben bereits ein Unternehmensregister eingerichtet und Auslieferungsabkommen mit anderen Staaten unterzeichnet.

Die VAE sind jedoch seit jeher als ein Land bekannt, in dem Bargeld, Diamanten, Gold und andere Wertgegenstände problemlos ein- und ausgeschleppt werden können. In den letzten Jahren bezeichnete das US-Außenministerium den „Schmuggel großer Bargeldmengen“ in den Emiraten als „ein bedeutendes Problem“.

Ein Bericht des in Washington ansässigen Center for Advanced Defense Studies aus dem Jahr 2018, der sich auf durchgesickerte Daten zu Immobilien in Dubai stützte, kam zu dem Ergebnis, dass Kriegsgewinnler, Terrorfinanzierer und Drogenhändler, die von den USA sanktioniert wurden, den boomenden und dann wieder zusammenbrechenden Immobilienmarkt des Stadtstaates als sicheren Hafen für ihr Geld genutzt hatten.

Offizielle Vertreter der Emirate beeilten sich, über Twitter und die staatliche Nachrichtenagentur WAM Investoren zu versichern, dass die VAE weiterhin ein sicherer und regulierter Ort für Geschäfte seien und dass man sich mit den internationalen Bedenken auseinandersetzen werde.

„Die VAE werden ihre laufenden Bemühungen zur Identifizierung, Zerschlagung und Bestrafung von Kriminellen und illegalen Finanznetzwerken im Einklang mit den Erkenntnissen der FATF und dem Nationalen Aktionsplan der VAE sowie in enger Abstimmung mit unseren internationalen Partnern fortsetzen.“ Das Exekutivbüro der Emirate zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung teilte mit.

Der hochrangige emiratische Diplomat Anwar Gargash schrieb auf Twitter, das Land habe „bedeutende Fortschritte im Kampf gegen Finanzkriminalität erzielt“.

„Als wichtiger Wirtschaftsknotenpunkt sind wir weiterhin entschlossen, die strategische Zusammenarbeit mit unseren Partnern zu stärken, um diese globale Herausforderung zu bewältigen.“ er schrieb.

Empfohlene Lektüre: FATF setzt VAE wegen Verstößen gegen die Geldwäschebestimmungen auf die „Graue Liste“.

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