Meta sperrt über 544,000 Konten im Rahmen des australischen Social-Media-Verbots
Meta hat in den ersten Tagen nach Inkrafttreten der neuen australischen Social-Media-Regeln für Kinder über 544,000 Konten gesperrt. Dies ist die erste größere Maßnahme, die im Rahmen des neuen Mindestaltergesetzes des Landes in Bezug auf Online-Sicherheit ergriffen wurde. Altersbeschränkungen.
Das Gesetz erhielt im Dezember 2024 die königliche Zustimmung, und die Altersbeschränkungen traten am 10. Dezember 2025 in Kraft. Das Gesetz verbietet bestimmten Social-Media-Plattformen, Australiern unter 16 Jahren die Erstellung von Konten zu gestatten. Zu den genannten Beispielen gehören Instagram, Facebook, Threads, X, YouTube, TikTok, Snapchat und Reddit. Die Richtlinie hat international Aufmerksamkeit erregt, und Regulierungsbehörden und Regierungen weltweit beobachten ihre Umsetzung und Auswirkungen genau.
Meta berichtete, dass zwischen dem 4. und 11. Dezember 2025 330,639 Instagram-Konten, 173,497 Facebook-Konten und 39,916 Threads-Konten gesperrt wurden. Das Unternehmen erklärte, dieser Schritt stehe im Einklang mit seiner Verpflichtung, die lokalen Gesetze einzuhalten und weiterhin aktiv nach branchenweiten Alternativen zur Verbesserung der Sicherheit zu suchen.
Die australische Regierung und Aktivisten begründen das Verbot als notwendige Vorsichtsmaßnahme, um Kinder vor schädlichen Inhalten, süchtig machenden Algorithmen und Ausbeutung im Internet zu schützen. Die Maßnahme genießt breite Unterstützung, insbesondere unter Eltern, und hat bereits die Aufmerksamkeit internationaler Entscheidungsträger auf sich gezogen. Im Vereinigten Königreich hat die Konservative Partei sogar versprochen, im Falle eines Wahlsiegs denselben Weg einzuschlagen.
Meta und mehrere Branchenexperten sind jedoch der Ansicht, dass pauschale Verbote nicht die effektivste Lösung darstellen. Meta erklärte in einem Blogbeitrag: „Wir fordern die australische Regierung auf, konstruktiv mit der Branche zusammenzuarbeiten, um einen besseren Weg zu finden, beispielsweise Anreize für die gesamte Branche zu schaffen, um die Standards für sichere, datenschutzfreundliche und altersgerechte Online-Erlebnisse zu erhöhen, anstatt pauschale Verbote zu verhängen.“
Kritiker warnen zudem, dass das Verbot recht einfach umgangen werden könnte und junge Nutzer möglicherweise in unsichere Online-Bereiche treiben könnte. Laut einigen Organisationen für psychische Gesundheit und Jugendorganisationen kann dies für gefährdete Gruppen wie LGBTQ-Personen, neurodiverse und ländliche Kinder missbräuchlich sein, da ihr Zugang zu Online-Kontakten und Unterstützung eingeschränkt wird.
Mit fortschreitender Umsetzung wird das australische Modell die Debatte über die globale digitale Kindersicherheit mitgestalten und Altersverifikation und zukünftige Jugendliche über den Zugang zu sozialen Medien zu informieren.
Auf 10 Dezember 2025, UNICEF Die Organisation warnte davor, dass Altersbeschränkungen in sozialen Medien zwar dem Schutz von Kindern dienen, aber kontraproduktiv sein können, wenn sie nicht mit einem sichereren Plattformdesign, effektiver Inhaltsmoderation und Tools zur Achtung der Rechte von Kindern einhergehen. Sie appellierte an Regierungen, Technologieunternehmen und Familien, gemeinsam inklusive und sichere digitale Umgebungen für junge Nutzer zu schaffen.
