Geldwäschering schleuste innerhalb von 2 Jahren 4 Milliarden Dollar über 60 HSBC-Konten.
Über 60 HSBC-Konten wurden in Hongkong 4.2 Milliarden US-Dollar gewaschen.
Recherchen des Bureau of Investigative Journalism und des Guardian haben die Machenschaften eines großen Geldwäscherings aufgedeckt, der 4.2 Milliarden US-Dollar über 60 HSBC-Konten in Hongkong transferierte. Der Betrug begann nur zwei Jahre, nachdem HSBC Besserung gelobt hatte.
Im Zuge der Untersuchung wurden Bedenken laut, ob HSBC das US-Überwachungsteam über den Geldwäschering informiert hatte. Dieses Überwachungsteam war von US-Aufsichtsbehörden nach dem HSBC-Skandal eingesetzt worden, in dessen Folge die Bank Drogenkartellen in Lateinamerika bei der Geldwäsche über ihre Konten unterstützt hatte. Die jüngsten Geldwäschefälle wurden von der Bank im Rahmen einer internen Überprüfung aufgedeckt.
Seitdem HSBC 2012 zugab, Hunderte Millionen Dollar für mexikanische Drogenkartelle gewaschen zu haben, sind mehrere Skandale aufgedeckt worden. Heute enthüllen wir ein weiteres Kapitel – ein milliardenschweres Geldwäschenetzwerk in Hongkong. https://t.co/U9tim0e5nS pic.twitter.com/bN19pT23Ip
— The Bureau (@TBIJ) Juli 28, 2021
Der in Hongkong ansässige Ring wurde 2016 im Zuge der Untersuchung seiner Verbindungen zur wohlhabenden Gupta-Familie entdeckt, die in zahlreiche Korruptionsskandale in Südafrika verwickelt war. Die Familie Gupta hat jedoch alle Vorwürfe zurückgewiesen.
Die Ermittlungen ergaben später, dass der Geldwäschering in Hongkong zwischen 2014 und 2017 Gelder im Wert von 4.2 Milliarden US-Dollar verarbeitet hatte. Auch wenn es sich bei einem Großteil dieser Summe möglicherweise nicht um „schmutziges“ Geld handelte, beruhen fortgeschrittene Geldwäschetechniken häufig auf der Kombination von legalen und illegalen Geldern.
Informationen über die kriminelle Bande und die betrügerische Familie Gupta hätten einem unabhängigen Beobachter vorgelegt werden müssen, der 2012 vom US-Justizministerium (DoJ) eingesetzt wurde. Ehemalige Beobachter gaben jedoch an, nie über die Existenz des Geldwäscherings in Hongkong informiert worden zu sein.
HSBC teilte dem Bureau mit, dass sie die verdächtigen Transaktionen den örtlichen Behörden „gegebenenfalls“ gemeldet habe, fügte aber hinzu, dass der Monitor „erfüllt eine andere Rolle dabei, einer Bank zu helfen, ihre Fähigkeiten zu verbessern“ Alle Gespräche mit dem Team waren vertraulich.
HSBC sieht sich Kritik von prominenten Politikern sowie von Aufsichtsbehörden ausgesetzt, weil die Bank ihre Führungskräfte nicht ausreichend zur Rechenschaft zieht.
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