Morgan Stanley und Interactive Brokers unter Geldwäscheermittlungen
Das FBI, die SEC und andere staatliche Behörden untersuchen nun, warum Morgan Stanley die Konten von Rodriguez übernommen hat, obwohl zahlreiche Anzeichen für Geldwäsche vorlagen.
Die in den USA ansässige multinationale Investmentbank Morgan Stanley, Interactive Brokers und andere Finanzberatungsfirmen werden von den US-Bundesbehörden wegen des Verdachts der betrügerischen Verwaltung von rund 100 Millionen US-Dollar des venezolanischen Geschäftsmanns Luis Mariano Rodriguez Cabello untersucht, wie das Wall Street Journal berichtet.
Rodriguez, der Cousin des ehemaligen venezolanischen Ölministers und UN-Botschafters Rafael Ramírez, steht im Verdacht, im Auftrag von Ramírez 2 Milliarden US-Dollar über die USA gewaschen zu haben, was ihn ins Rampenlicht der US-amerikanischen und internationalen Behörden rückt.
Das WSJ berichtet, dass Rodriguez' Aussagen bezeichnend für "Warnsignale für potenzielle Geldwäscheaktivitäten". Zu den Warnsignalen zählten insbesondere die Beteiligung an früheren Untersuchungen durch Aufsichts- und Strafverfolgungsbehörden sowie die Herkunft der Gelder aus Venezuela – einem Land, das von der US-Regierung seit langem als Hochrisikogebiet für Geldwäsche eingestuft wird.
Nach den Anschuldigungen untersuchen das FBI, die Securities and Exchange Commission (SEC) und andere staatliche Behörden nun, warum Morgan Stanley die Konten von Rodriguez übernommen hat, obwohl zahlreiche Anzeichen für Geldwäsche festgestellt worden waren.
Morgan Stanley nahm Millionen von venezolanischen Geschäftsleuten entgegen, die der Geldwäsche beschuldigt wurden. https://t.co/b3cYjFeYVx
— Newszf (@newszf_com) 1. Oktober 2021
Nach internationalem und nationalem Bankrecht ist es Finanzinstituten untersagt, Dienstleistungen zur Unterstützung illegaler Aktivitäten wie Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung anzubieten. Um die Einhaltung der AML/CFT-Standards zu gewährleisten, sind sie verpflichtet, Risikobewertungen ihrer Kunden und deren Beziehungen durchzuführen, die Herkunft der Gelder und die Finanztransaktionen zu überprüfen.
Vorgeschlagener gelesen: 10.4 Milliarden US-Dollar wurden 2020 von Finanzgruppen an regulatorischen Strafen gezahlt.
