Transparency International erklärt Südsudan zum zweitkorruptesten Land der Welt
In Ostafrika gilt der Südsudan als das korrupteste Land der Welt. (Ein Bericht aus dem Jahr 2020) Transparency International hat Südsudan zum zweitkorruptesten Land der Welt nach Syrien erklärt.
Der Korruptionswahrnehmungsindex (CPI) ordnet 180 Länder nach dem Grad der Korruption. Grundlage hierfür sind 13 Expertenbewertungen und zahlreiche Umfragen unter verschiedenen Unternehmen. Die Skala reicht von 0 bis 100, wobei 50 die höchste Stufe der Korruption anzeigt.
Dies ist das zweite Mal, dass das Land von Transparency International als das korrupteste Land Ostafrikas bezeichnet wird.
Ein Bericht über die Korruption im Südsudan stellt fest, dass „Seit der Unabhängigkeit hat das Land von Präsident Salva Kiir Schritte unternommen, um Transparenz und Rechenschaftspflicht im Kampf gegen die Korruption zu fördern, doch ein Mangel an Kapazitäten, Ressourcen und politischem Willen behindert häufig eine effektive Umsetzung.“
Zuvor hatte das Sentry-Team, eine Untersuchungs- und Politikgruppe, die sich mit Geldwäsche in Afrika befasst, einen Bericht veröffentlicht, in dem lokale und ausländische Unternehmen beschuldigt wurden, die Konflikte des Landes auszunutzen. Auch sieben Familienmitglieder von Präsident Kiir wurden der Korruption beschuldigt.
Ein Bericht der UN-Menschenrechtskommission wirft Politikern und Regierungsbeamten ebenfalls die Beteiligung an Geldwäscheaktivitäten vor. Auch die Zeitung „The Sentry“ berichtet, dass führende Persönlichkeiten im Sudan in großem Umfang daran beteiligt sind. Geldwäsche und Korruptionsnetzwerke mit Verbindungen zum Vereinigten Königreich. Insgesamt wurden 36 Millionen Dollar von hochrangigen Regierungsbeamten veruntreut.
Die Vereinten Nationen führten ein Entwicklungsprogramm in Subsahara-Afrika durch, und ihr globaler multidimensionaler Armutsindex zeigte massive Ungleichheit im Südsudan auf. Die Armutsquote liegt zwischen 6.3 % in Südafrika und 91.9 % im Südsudan.
