Großbritannien verurteilt elf Kuriere wegen Verschwörung zur Geldwäsche von 124 Millionen Dollar in bar nach Dubai
Eine Untersuchung der britischen National Crime Agency führte zur Verurteilung von 11 Kurieren wegen Verschwörung zur Geldwäsche von 124 Millionen Dollar in bar nach Dubai in Koffern. Dies war der größte Geldwäschefall, der jemals im Vereinigten Königreich aufgedeckt wurde.
Laut der National Crime Agency wurden insgesamt elf Kuriere sowie der Anführer verurteilt. Ein Kurier transportierte in weniger als einem Jahr über 80 Säcke mit Drogengeld und war an der Geldwäsche von über 100 Millionen Pfund (124 Millionen US-Dollar) beteiligt. Eine WhatsApp-Gruppe namens „Sonnenschein und Lollis wurde zur Erleichterung der Kommunikation verwendet.
Eine Untersuchung ergab, dass die besagten Kuriere mit Business-Class-Flügen geschickt wurden, um die größere Freigepäckmenge optimal zu nutzen und erst kurz vor Abflug einzuchecken.
Etwa 500,000 Pfund wurden in Koffer verpackt und mit Kaffeepulver oder Lufterfrischern versetzt, um den Geruch für Spürhunde zu überdecken. Angesichts der Schwierigkeit, kriminell erlangtes Geld nach seiner Ausfuhr aus dem Land zurückzuverfolgen, konzentriert sich die britische Polizei auf Geldwäscherouten zwischen London und Dubai.
Seit März letzten Jahres hat die globale Finanzaufsichtsbehörde die Vereinigte Arabische Emirate auf einer grauen Liste wegen ihrer Untätigkeit bei der Aufdeckung illegaler Gelder. Die VAE stehen aufgrund ihrer Geldwäscheströme schon lange unter Beobachtung, und im März setzte die FATF, die internationale Behörde zur Bekämpfung von Finanzkriminalität, das Land auf die graue Liste.
Am 25. April 2023 erklärte Wirtschaftsminister Abdullah bin Touq Al Marri, dass etwa 58 der anfänglichen Bedenken der FATF gegenüber den VAE ausgeräumt worden seien. Lediglich 15 Punkte stünden noch aus; diese würden im Laufe der Zeit effektiv und effizient gelöst. Er zeigte sich zuversichtlich, dass das Land bald von der Liste gestrichen werde.
Als Folge dieser Maßnahmen hat das Land sichergestellt, dass in seinem Finanzsystem Kontrollmechanismen implementiert sind, und es arbeitet eng mit der FATF zusammen, um Betrug verhindern dass dies in der Zukunft nicht mehr vorkommt.
Die NCA berichtete, dass das mutmaßliche Drogengeld von verschiedenen kriminellen Banden im gesamten Vereinigten Königreich eingesammelt und anschließend in London gezählt wurde. Schätzungen zufolge erhielten die Kuriere pro Fahrt etwa 3,000 Pfund.
Truby, der leitende Ermittlungsbeamte der NCA, sagte: „Die Kuriere waren wichtige Rädchen in einem großen Geldwäsche-Rad.“ Er fügte außerdem hinzu: „Die kriminelle Vereinigung, der sie angehörten, war für den Schmuggel astronomischer Mengen an kriminellem Bargeld aus Großbritannien verantwortlich.“
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