Großbritannien wird die Angabe von Kryptobeständen in der Einkommensteuererklärung vorschreiben.
Die britische Regierung plant, die Angabe von Kryptobeständen in den Steuererklärungen zur Selbstveranlagung vorzuschreiben, um die Branche zu regulieren und Geldwäsche zu bekämpfen.
Die Initiative wurde im Rahmen der angekündigt Jahresbudget des Vereinigten Königreichs Die am 15. März veröffentlichte Regelung soll der Regierung zusätzliche 10 Millionen Euro einbringen. Ab dem nächsten Steuerjahr – das im April 2025 endet – müssen Bürger ihre Kryptowährungsbestände offenlegen. Gemäß der Änderung müssen Kryptowährungsbestände in der Steuererklärung separat ausgewiesen werden.
Laut einem separaten Dokument der britischen Steuerbehörde HM Revenue and Customs müssen Bürger, die Kryptowährungen besitzen, ihre Gewinne in der Kapitalertragsteuererklärung angeben und beim Verkauf der Anlagen mit Gewinn Steuern zahlen. Der Besitz von Kryptowährungen selbst ist jedoch steuerfrei.
Neben der steuerlichen Einbeziehung von Kryptowährungen plant die Regierung auch Maßnahmen zur Regulierung des Kryptomarktes. Das Parlament diskutiert bereits seit Jahren über entsprechende Gesetze, und eine kürzlich geführte Debatte zeigte, dass die Mehrheit der Abgeordneten für mehr Transparenz auf dem Kryptomarkt ist, indem Gesetzeslücken geschlossen werden.
Das Finanzministerium veröffentlichte jedoch im Februar den ersten Entwurf der kommenden Kryptogesetzgebung und führt derzeit eine öffentliche Konsultation durch.
Die neuen Gesetze und Standards regeln verschiedene Bereiche der Kryptoindustrie, darunter die Registrierung auf Handelsplattformen, den Betrieb von Blockchain-Knoten, die Abwicklung von Zahlungstransaktionen und Überweisungen sowie Mining-Zahlungen. Die Gesetzgebung umfasst auch Börsen und Unternehmen, die Krypto-Dienstleistungen in Großbritannien anbieten. Gemäß den neuen Gesetzen benötigen alle im Land tätigen Börsen eine Lizenz der britischen Finanzaufsichtsbehörde (FCA).
Darüber hinaus müssen Kryptobörsen und -plattformen die ihnen auferlegten Kapital- und Liquiditätsanforderungen erfüllen und unterliegen den Vorschriften zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung.
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